Prosopagnosie
oder die Unfähigkeit, sich Gesichter zu merken

Eine Welt ohne Gesicht

Prosopagnosie - die Unfähigkeit, sich Gesichter zu merken

Helmut Schmidt
Haben Sie diesen Mann schon eimmal gesehen?

So lautet die berühmte Frage aus vielen hundert Kriminalfilmen.

Der Detektiv zieht ein Photo aus der Tasche und reicht es über den Tresen. Der Mann auf der anderen Seite wirft einen gelangweilten Blick darauf, dann sagt er: Ja, das Gesicht kenn' ich, wie hieß der Kerl bloß noch..."
Er sieht seinen Gegenüber auffordernd an. Der Detektiv wirft lässig einen Geldschein auf den Tresen...

Ein Gesicht ist das bedeutendste Merkmal einer Person, das Symbol seiner Individualität, das Sinnbild seiner Einzigartigkeit.

Das menschliche Gehirn unterscheidet Tausende von Gesichtern, verbindet ganze Lebensgeschichten damit, erkennt vertraute Gesichter unter vielen unbekannten auf Flughäfen und Bahnhöfen.

Eine unglaubliche Leistung, die bisher kein technisches System nachbilden kann.

Helmut Schmidt zweites Bild
Helmut Schmidt, Bild 3

Es gibt jedoch Menschen, die sich Gesichter nicht merken können. Sie vergessen ein Gesicht binnen weniger Sekunden, es bleibt ihnen nur eine verschwommen Erinnerung. Es liegt nicht an ihren Augen, es liegt nicht an ihrem Gedächtnis.

Und doch erkennen sie nicht einmal die Gesichter ihren nächsten Angehörigen.

Diese Seiten erklären das Phänomen, stellen Menschen vor, die davon betroffen sind und geben den Stand der Forschung wieder.


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